Wie blicken NEUNUNDACHTZIGER mit Ihren Erfahrungen und Einsichten auf das Hier und Heute?

Sieben Akteure aus Sachsen antworten - Widerständige in der DDR, Friedliche Revolutionäre, Vorreiter beim Aufbau einer funktionierenden Demokratie.

Was gefällt Ihnen derzeit an den Diskussionen über 1989?

Was ärgert Sie am Rückblick allerorts?

Was hat Sie zum politischen Handeln gebracht?

Ostdeutsche haben die Demokratie vor 89 wenig erleben und erlernen können. Wie haben Sie demokratische Erfahrungen gesammelt?

Was erinnern Sie als das für Sie Bedeutsamste im Herbst 89?

Was bewerten Sie heute neu oder anders?

Uwe Schwabe, Bürgerrechtler aus Leipzig, schrieb 2006: „Die politischen Forderungen sind erfüllt. Die Träume, die ich hatte nicht.“ Wie lautet Ihr Fazit?

Welchen persönlichen Gewinn hat Ihnen die Zeitenwende gebracht?

Bei unterschiedlichen Biografien eint sie ihr Engagement für Menschenrechte, Demokratie und Ökologie, dass sie im neuen Deutschland nicht aufgeben haben.

Sie sind sich treu geblieben, indem sie sich aktiv politisch betätigen und sich dabei eine eigene Meinung leisten.

Martin Böttger, Karl-Heinz Gerstenberg, Erich lltgen, Gisela Kallenbach, Annemarie Müller, Jörg Naumann, Thomas Pilz

 


Was gefällt Ihnen derzeit an den Diskussionen über 1989?

 

Thomas Pilz:

Ein Anfang von Stolz, mit dem sich das ganz Land das Ereignis als zu seiner Geschichte dazu gehörig an nimmt.“...

„Mir gefallen die Ehrlichkeit und die Genauigkeit mit der diskutiert wird, auch über die Gefahren. Wenn ich gewusst hätte, wie gefährlich es war, so bin ich mir heute nicht mehr so sicher, ob der Mut ausgereicht hätte.“

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Karl-Heinz Gerstenberg:

„Das Bild wird zerstört, die Friedliche Revolution wäre vom Himmel gefallen.“

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Martin Böttger:

„Mir gefällt, dass man sich immer noch wundern kann!"

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Erich Iltgen:

"Wir können anhand von authentischen Berichten sehen, wie die DDR wirklich war.“

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Jörg Naumann:

„Erst jetzt kann man darüber nachdenken, was das für Auswirkungen für Deutschland und die Welt hatte.“

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Gisela Kallenbach:

„Ich bin froh, dass wieder diskutiert wird.“... „Ich bin froh, dass es unterschiedliche Veranstalter gibt, die das von sich aus organisieren.“

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Was ärgert Sie am Rückblick allerorts?

Karl-Heinz Gerstenberg:

„Der Bezug auf die gegenwärtigen Probleme kommt viel zu kurz.“...

„Ich halte es für absurd, der Friedlichen Revolution mit einem Denkmal gerecht werden zu wollen. Keine Generation sollte sich selbst ein Denkmal setzen.“

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Martin Böttger:

„Warst Du für eine schnelle Vereinigung, dann bist du gut gewesen, warst Du für eine langsame Vereinigung, dann warst du nicht der gute Revolutionär.“

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Jörg Naumann:

„Ich ärgere mich über Politiker mit zweifelhafter Blockflötenvergangenheit, die auf der Tribüne stehen und es nicht fertig bringen, ihre eigene Vergangenheit kritisch zu beleuchten.“

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Erich Iltgen:

„Man will glaubhaft machen, dass die alten Strukturen die Friedliche Revolution selbst gewollt hätten.“

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Thomas Pilz:

„Mir fehlt das Interesse der Ostdeutschen.“

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Gisela Kallenbach:

„Mich stört, dass die diskutieren, die nicht dabei waren.“

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Was hat Sie zum politischen Handeln gebracht?

Jörg Naumann:

„Die wachsende Einsicht, die DDR kann mit ihren Problemen und den globalen Problemen nicht zu recht kommen. Da war nicht viel reformierbar.“...

„Die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl 1986 und die Art, wie achtlos die sozialistischen Länder mit der Gefährdung durch die Katastrophe umgegangen sind.“

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Martin Böttger:

„Bei den Bausoldaten, habe ich viele Leute kennen gelernt, die politisch dachten. Die meisten waren Christen. ... Danach bin ich in der Friedensbewegung aktiv geworden.“

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Gisela Kallenbach:

„Die Umweltverschmutzung war für mich unerträglich geworden.“...

„Nach der Einschulung meines ersten Kindes konnte ich die Vereinnahmung durch die Bildungspolitik der DDR nicht ertragen.“

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Thomas Pilz:

„Das war die BILD-Zeitung eines Mitschülers, die Lehrerin verboten hatte. Da meldete ich mich: ‚Unsere Zeitungen lügen auch.!"

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Erich Iltgen:

„Die alten Strukturen versuchten im April 1990 die Gründung des Landes Sachsen für sich zu reklamieren. Die hatten nichts dazu gelernt. Das hat mich bewogen, mich stärker der Politik zuzuwenden.“

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Annemarie Müller:

„In der Ökumenischen Versammlung der DDR habe ich gelernt Dinge zu Ende zu denken, die man sich vorher so nicht erlaubt hat.“...

„Kritisches Denken war da, weil ich mich in der DDR immer in einer Minderheit erlebt habe.“

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Karl-Heinz Gerstenberg:

„Politisiert hat mich die Ausreisebewegung. Wie krank musste eine Gesellschaft sein, wenn solche Massen versuchen, das Land zu verlassen. Die Entwicklungen in Osteuropa haben zu meiner Politisierung entscheidend beigetragen.“

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Ostdeutsche haben die Demokratie vor 89 wenig erleben und erlernen können. Wie haben Sie demokratische Erfahrungen gesammelt?

Annemarie Müller:

„Die Ökumenische Versammlung hat nach demokratischen Strukturen gearbeitet. Dort habe ich gelernt, wie man eine Geschäftsordnung macht, wie man zu einem Text kommt, über den man sich verständigen kann, wie man mit Mehrheiten und mit Minderheiten umgeht. Dieses auszuhalten war eine wunderbare Schule.“

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Jörg Naumann:

„Ich habe intensiv im Westradio zugehört, wie man im anderen deutschen Staat mit wichtigen Fragestellungen umging, wie man im Wettstreit der Meinungen zu einer Lösung finden konnte.“

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Thomas Pilz:

„Die Erziehung in meiner Familie, das Erleben der Kirchgemeinde in unserem Dorf, die Junge Gemeinde waren meine demokratische Schule.“...

„In den oppositionellen Gruppen war es dann radikaldemokratisch, basisdemokratisch.“

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Was erinnern Sie als das für Sie Bedeutsamste im Herbst 89?

 

Annemarie Müller:

„Das Gefühl, die Gesellschaft ist nicht starr, sondern sie lässt sich verändern.“

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Martin Böttger:

„Nach den gefälschten Kommunalwahlen 1989 trauten wir uns, die Fälschung auch öffentlich zu machen. Wir haben danach den Staat verklagt, ohne dass uns etwas für Leib und Leben passierte. Das wäre 4 Jahre vorher anders gewesen.“...

„Ende Oktober nahmen sich bei einem Gesprächsforum in Karl-Marx-Stadt mit der SED- Bezirksleitung und Oppositionellen 300 Leute Publikum im Saal das Wort und die Macht: Wir wollen das Neue Forum anerkannt haben. Da dachte ich, die SED kann das nicht mehr retten.“

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Thomas Pilz:

„Die Ouvertüre auf die Freiheit in Zittau am 19.10.89. Keiner hat damit gerechnet, dass Zehntausende Menschen in drei Zittauer Kirchen unserer Einladung das Neue Forum vorzustellen, folgten. Es war unglaublich, in die Gesichter zu schauen. ...

Am 9.11. liefen Zehntausende schweigend zur SED Kreisleitung und stellten Kerzen nieder. Da rief jemand „Ihr könnt nach Hause gehen, die Mauser ist offen.“ Das hat niemanden interessiert. Wir haben weiter demonstriert. Die Menschen waren bei dem, etwas verändern zu wollen. Es ging nicht darum, schnell denselben Wohlstand wie im Nachbardeutschland zu haben. Das ist die Authentizität dieser Revolution.“

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Jörg Naumann:

„Die Geburt meines dritten Kindes.“

„Es waren das Gefühl, jeden Abend in den ersten Oktobertagen auf der Prager Strasse der bewaffneten Staatsmacht gegenüber zu stehen, der Bruch der gewaltsamen Auseinandersetzung zur Dialogbereitschaft auf beiden Seiten, die Erfahrung, dass man auf friedlichem Wege eine waffenstarrende Diktatur zur Implosion bringen kann.“

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Gisela Kallenbach:

„Montags wurden Forderungen auf der Straße erhoben und die Woche darauf war sie erfüllt. Das hat einem manchmal den Atem genommen.“ ...

„Im Dezember hatten wir Bürgerkomitees in allen Fachbereichen eingerichtet. Bürger hatten einfach das Heft des Handelns in die Hand genommen. Das war wie vom anderen Stern.“

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Erich Iltgen:

„Es war wie ein ‚Tischlein deck’ dich!’ - man wünschte sich etwas und es war da. Aber dann kamen die Mühen der Ebene, die Angleichung der Lebensverhältnisse. Der Preis war sehr hoch. Ich bewundere die Bürger, wie sie denn Umstellungsprozess für sich realisiert haben. Das ist für mich das zweite Wunder nach der Friedlichen Revolution.“

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Karl-Heinz Gerstenberg:

„Gewalt und der Ruf ‚Wir wollen aus!’ konnten gewendet werden in einen friedlichen Dialog mit dem Ruf ‚Wir bleiben hier! Reformen wollen wir!’ ...

„Der Auftritt Helmut Kohls vor den Ruinen der Frauenkirche machte deutlich, dass der Weg zur schnellen deutschen Einheit ging. Da war für mich klar, dass meine Vorstellungen von einem unabhängigen Dritten Weg eine Illusion waren. Das war für mich der Zeitpunkt, mich politisch zu organisieren."

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Was bewerten Sie heute neu oder anders?

Jörg Naumann:

„Scheinbar Unmögliches kann man bewältigen. Das ist für mich heute die große Erfahrung.“

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Karl-Heinz Gerstenberg:

„Für wenige Monate schien ein Zeitfenster offen zu stehen, in denen die Menschen Gestaltungsmöglichkeiten hatten. Diese Erinnerung kommt mir wie die schönste Zeit meines Lebens vor. Die Freiheitsgrade sind nie wieder so groß gewesen.“

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Thomas Pilz:

„Ich habe damals nicht gewusst, wie gefährlich es war.“

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Erich Iltgen:

„Es war ein Crash- Kurs, den der Bürger der DDR mit Note 1 bestanden hat.“

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Gisela Kallenbach:

„Es bleibt eine Erfahrung, die nicht jeder Generation teil wird.“

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Uwe Schwabe, Bürgerrechtler aus Leipzig, schrieb 2006: „Die politischen Forderungen sind erfüllt. Die Träume, die ich hatte nicht.“ Wie lautet Ihr Fazit?

Thomas Pilz:

„Freiheit ist ein sehr wertvolles Gut. Das beginnt zu verschwinden, wenn man aufhört, es wert zu schätzen. Deshalb habe ich heute Angst, dass die Freiheit wieder geht, weil man wieder einfache Antworten geben will, weil man die Verschiedenheit nicht aus hält. Deshalb möchte ich mehr dafür tun, die Komplexität der Welt nicht immer wieder in Frage zu stellen.“

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Jörg Naumann:

„Damals haben wir zu kurz geträumt. Wir haben gedacht, sobald wir die Demokratie haben, dann ist es erledigt. Da geht die Arbeit eigentlich aber erst richtig weiter.“

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Martin Böttger:

„Die politischen Forderungen sind für mich erfüllt, auch wenn vieles verbesserungswürdig ist. Demokratie kann man weiter entwickeln, z.B. mit Volksentscheiden auf Bundesebene.“ ...

„Mein Traum war, dass sich das Volk Demokratie aus eigener Kraft schafft. Die Mehrheit des Volkes wollte das anders. Ich hatte mir das anders vorgestellt: ‚So viel Selbstbewusstsein muss sein, dass wir eine eigene Demokratie machen.’ Damit gerieten wir in Verdacht, die DDR nur reformieren zu wollen. Aber ich wollte nicht die DDR reformieren, ich wollte sie revolutionieren.“

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Gisela Kallenbach:

„Ich habe nicht davon geträumt, ein neues gesellschaftliche System durchführen zu können. Wir waren doch auch immer nur ganz Wenige, die sich mit den Themen wie Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung auseinander gesetzt haben.“ ...

„Aber ich habe die Vision, dass jeder persönlich Verantwortung hat, zur Gestaltung gesellschaftlicher neuer Modellen beizutragen.

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Karl-Heinz Gerstenberg:

„Im Herbst 1989 schien alles politisch Wünschbare auch möglich. Im Jahr 1990 wurde alles in den Kanal der deutschen Einheit gezwängt. Seitdem beschäftigen wir uns nicht mehr mit dem Wünschbaren, sondern mit dem politisch Machbaren.“

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Annemarie Müller:

„Wir haben von August 89 bis März 90 einen Aufbruch erlebt, eine Möglichkeit von Begegnung, die es vorher nie gegeben hätte - von Menschen, die vorher in völlig unterschiedlichen Kreisen gelebt haben. Wir haben uns geöffnet, uns gebraucht, wir haben Phantasien entwickelt, wir haben Projekte in Gang gesetzt. Gut dass wir das erlebt haben.“ ...

„Ich kann damit leben, dass sich das nicht erfüllt hat, weil ich begriffen habe, dass Geschichte im Fluss ist, es aber auf uns ankommt, was daraus wird. Von der großen Politik bin ich gar nicht so enttäuscht, weil da nicht mehr so viel erwarte, aber von den Bürgern, weil sie das Geschenk, was sie haben, nicht nutzen.“

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Welchen persönlichen Gewinn hat Ihnen die Zeitenwende gebracht?

Jörg Naumann:

„Einen Reisepass, mit dem mich niemand aufhalten kann, freie Auswahl an Zeitungen, Freunde in allen Ländern, die ich besuchen kann.“

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Annemarie Müller:

„Ich habe einen Mann kennen gelernt, dem ich in der DDR nie begegnet wäre.“ ...

„Ich kann reisen, wohin ich möchte. z.B. mit dem Zug von Dresden bis ins nördlichste Russland.“ ...

„Meine Kinder können im Ausland leben und ich kann sie besuchen, wann ich möchte.“

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Karl-Heinz Gerstenberg:

„Ich bin frei geworden in einer Art, wie ich es nicht gedacht hätte. Ich habe gemerkt, dass ein Politiker der freieste Mensch auf der Welt ist, wenn er die Stärke besitzt, sich nicht den Vorgaben seiner Partei bedingungslos zu beugen. Ich kann seit 1990 weitestgehend das tun, was meinen Idealen entspricht.“

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Thomas Pilz:

„Ich habe meine Frau kennen gelernt. Sie ist aus Wien – wir hätten uns nie getroffen. Ich habe mir den Wunsch erfüllt, in einer Gemeinschaft zu leben und mir dafür eine alte Fabrik gekauft.“

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Gisela Kallenbach:

„Ich habe Dinge bewegen können; Ich musste mich immer zwicken: ‚Ich, Gisela aus Leipzig, arbeite jetzt für die UNO.“

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Erich Iltgen:

„Die uneingeschränkte Reisefreiheit. Das ist das, was den Menschen bildet, was ihn Vorurteile abbauen lässt.“

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Martin Böttger:

„Ich habe neue Berufe ergriffen, die ich vorher hätte nie ausüben können.“ ...

„Ich glaube nicht, dass meine Kinder in der DDR-Zeit hätten das Abitur machen können“

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